Erziehungspartnerschaft - Arbeit mit Eltern

Erziehungspartnerschaft bedeutet, dass Eltern und pädagogische Fachkräfte bezüglich der kindlichen Erziehung zusammenarbeiten. Kinder werden maßgeblich von Familie und Kindergarten bzw. Krippe geprägt.
Fachkräfte sind die Experten für den Krippenalltag, die sozialpädagogische Arbeit mit Kindern sowie Entwicklungs- und Bildungsprozesse, während die Eltern die Experten für die Zeit außerhalb der Krippe sind. Sie können uns Erziehern wertvolle Informationen geben. Es ist hilfreich zu wissen, was für Strukturen und Gewohnheiten die jeweilige Familie prägen. Ebenfalls wird ihr Kind bestimmtes Verhalten nur oder vielleicht zuerst im familiären Umfeld zeigen. Das kann Aufschluss geben, weshalb sich Änderungen ergeben und wortwörtlich können die Schuppen von den Augen fallen, wenn Elternteile kurze Erklärungen und Erzählungen mitteilen.

Bevor unsere Formen für die Erziehungspartnerschaft konkret erläutert werden, werden wichtige Eckpfeiler genannt.
Zunächst wünschen wir uns, dass sich Eltern angenommen fühlen sowie die Akzeptanz der Eltern gegenüber dem Erzieherteam. Wir werden ihre Wünsche, Probleme und Fragen ernst nehmen und wünschen uns das auch von unserem Erziehungspartnern. Um über seine Sorgen zu sprechen braucht es natürlich Vertrauen, das sich gewiss mit der Zeit und durch häufigen Umgang miteinander entwickelt. Selbstverständlich gehört zu jeder Beziehung der Dialog und die Kommunikation. Sie können uns jederzeit ansprechen und wir werden auch aktiv auf sie zukommen, wenn es nötig ist. Neben der Kontaktfreude erhoffen wir die Annahme von Vorschlägen. Manchmal mag eine Äußerung kritisch wirken und man fühlt sich auf den Schlips getreten, aber wir äußern uns nicht, um die Eltern zu ärgern, sondern für das Wohl des Kindes. Es besteht auch stets die Möglichkeit zu sagen, dass man etwas Zeit braucht um seine Gedanken zu sortieren. Wir als Erzieher nehmen uns auch Zeit um Feedback zu reflektieren. Solange wir Transparenz und höfliche Kommunikation kombinieren, können Meinungsverschiedenheiten nur förderlich für eine Beziehung sein. Durch das Erkennen von Verschiedenheiten haben wir die Möglichkeit Kompromisse zu schließen und uns besser kennenzulernen. Nicht minder ist es im Sinne des Kindes, dass beide Lebenswelten an einem Strang ziehen. Kinder haben ein Bedürfnis nach Stabilität und Orientierung. Das lässt sie Geborgenheit und Verlässlichkeit spüren. Wird es zwischen den widersprüchlichen Einflüssen von Eltern und Erziehern hin- und hergerissen, kann sich das im verunsicherten Verhalten wiederspiegeln. Ein weiterer Grund dafür. weshalb die Beziehungspartnerschaft so wichtig ist.
Die Zusammenarbeit liegt uns am Herzen und im Folgenden werden unsere Formen zur Stärkung der Partnerschaft aufgezeigt.
Der erste Schritt um uns gegenseitig kennenzulernen sind die Hospitation und das Erst- bzw. Anmeldegespräch. Bei beiden Gelegenheiten erfahren Eltern mehr über die Räumlichkeiten, die Tages- und Wochenstruktur sowie über die Fachkräfte der Krippe und unser pädagogisches Konzept. Im Gegenzug freuen wir uns, mehr über Familien zu erfahren, die bald täglich mit uns zusammenarbeiten. Dabei steht das Kind natürlich im Mittelpunkt. Von uns aus werden die wichtigsten Informationen erfragt, damit die Eingewöhnung gut vorbereitet stattfinden kann. Es ist stets hilfreich, wenn Eltern sich im Voraus Gedanken machen, welches Wissen wichtig sein könnte und angesprochen werden sollte. Eventuell erfahren wir sonst zu spät von einem individuellen Bedürfnis, während eine bewusste anstatt spontane Reaktion, die gemeinsame Zeit schöner gestaltet hätte. Wenn Eltern uns noch über ihre persönlichen Hobbys, Fähigkeiten oder ihren Beruf informieren, können wir sie direkt ansprechen um z.B. in der Krippe auszuhelfen. Vielleicht haben sie handwerkliches Talent und würden kurz ein Regal anbringen. Oftmals lassen sich aus den privaten Vorlieben der Eltern aber auch erste Angebote für die Kinder ableiten. Spielen die Eltern z.B. zu Hause ein Instrument, könnte unser Musikkoffer bei dem Kind vielleicht ein Gefühl von Geborgenheit und Vertrauen auslösen.

Beim Abholen können Familien die Tagesberichte an der Pinnwand lesen und Fotoaufnahmen anschauen. In den kurzen Berichten steht, mit wem, wo und was die Kinder am Vormittag gemacht haben.
Zudem werden im alltäglichen Betreuungsalltag Notizen in unser Anwesenheitsbuch eingetragen. Dort finden alle Eltern Informationen zur Kinderanzahl, zu Schlafzeiten, zu eingenommenen Portionen während des Mittagsessens und gegebenenfalls wichtige Zusatzinformationen wie Durchfall oder eine weinerliche Stimmung. Solche Zusatzinformationen gibt das Team, wenn möglich, auch mündlich bei Tür- und Angelgesprächen weiter. Diese persönlichen Gespräche sind ein bedeutsamer Teil unserer Krippenkonzeption. Alles worüber wir sie schriftlich informieren, werden wir auch im Gespräch ansprechen und bei Bedarf ausführlich erklären.
In der Garderobe befindet sich ebenfalls ein Aushang zu bevorstehenden Jahresterminen wie das Ostercafé, Weihnachtscafé, Sommerfest und die Schließtage. Wenn die Termine für die Elternabende feststehen werden sie ebenso ausgehängt.
Bei den Cafés und dem Sommerfest nehmen die Eltern und Kinder teil und es dient dazu unser Miteinander zu stärken. Die Krippe stellt Knabbereien sowie Getränke zur Verfügung. Außerdem sind wir über jede mitgebrachte Köstlichkeit von zu Hause dankbar. In dieser entspannten Atmosphäre wird sich mit uns unterhalten und die Kinder können in der Einrichtung spielen oder ihren Eltern für sie wichtige Spielsachen, Materialien oder Räume zeigen.
Angebote, die nur unter Beteiligung der Eltern sowie Fachkräfte stattfinden, sind zum einem Elternabende und zum anderen Entwicklungsgespräche. Bei den Elternabenden werden aktuell bekannte Termine weitergegeben und über das aktuelle Gruppengeschehen informiert. Weitere Themen werden ausgesucht, indem wir uns überlegen, was die Eltern und Kindern im Moment beschäftigt. Das könnte die kindliche Autonomiephase sein, aber auch Umgang mit Konflikten oder das soziale Miteinander. Wir erhalten auch gerne Anregungen seitens der Eltern oder der Elternvertreter.
Bei den Entwicklungsgesprächen nehmen wir unsere Beobachtungsbögen als Grundlage und informieren über den derzeitigen Entwicklungsstand des Kindes. Wir tauschen uns dann vertiefter über die Interessen und Themen des Kindes aus. Ebenso ist der offene Austausch über Erziehungsvorstellungen und Sorgen wichtig. Gemeinsam können wir dann Bildungsziele vereinbaren. In diesen jährlich stattfindenden Gesprächen wird auch ein möglicher Gruppenwechsel in Ruhe besprochen und ggf auf Entwicklungsauffälligkeiten hingewiesen und die Förderung der Entwicklung besprochen.
Außerhalb der vorherigen Termingespräche führen wir mit Eltern ebenso kurzfristige Gespräche. Wenn ihnen ein Thema auf dem Herzen liegt, dann können sie uns jederzeit um einen Termin bitten. Dann wird es in Ruhe telefonisch oder bei einem Besuch im Büro besprochen.
Zusätzlich informieren wir durch Elternbriefe per E-Mail über die Geschehnisse innerhalb der Krippe, diese werden monatlich versendet. Dort werden auch Veränderungen bezüglich des Personals weitergegeben und an Änderungen aufgrund der Jahreszeiten erinnert. Das sind im Sommer z.B. das morgendliche Eincremen und der Sonnenhut.
Einmal im Jahr ist es Eltern auch möglich anonym oder mit Namen über einen Fragebogen Feedback zu geben. Um die Erziehungspartnerschaft zu verbessern, ist eine ehrliche Meinung unseres Partners ausschlaggebend. Ein Kummerkasten für anonymes Feedback befindet sich in unserer Kindergarderobe, offen zugänglich für alle Eltern. Diesen kontrollieren wir regelmäßig und werten ggf geäußerte Kritik im Team aus.

Kontakt Kindergarten

Kindergarten Kratzbürsten e.V
Susanne Toelcke & Sybille Mittag
Alte Königstraße 15
22767 Hamburg

Tel. Elementar: 040 389 24 04
Email: webkontakt_at_kita-kratzbuersten.de

Öffnungszeiten

Das Elementarhaus Alte Königstraße öffnet täglich:
von 7 – 17 Uhr, freitags bis 16 Uhr.

Kontakt Krippe

Kinderkrippe Minikratzbürsten e.V
Anna-Lena Hartmann & Sabrina Dittmer
Schillerstrasse 11
22767 Hamburg

Tel. Krippe: 040 309 94 981
Email: minikratzbuerste_at_gmail.com

Öffnungszeiten

Die Krippe Schillerstraße öffnet täglich:
von 8 – 16 Uhr.

Früh-und Spätdienst

Werden im Elementarhaus über die Straße angeboten.

Schließzeiten:

Kalender

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